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26. Juli 2019

Messe-Badge Scanner: Smarte Innovation oder Risiko für den Messe-Erfolg?

Katrin Farreras

Die Vorteile beim Scannen von Messe-Tickets (Badge-Scanner) liegen auf der Hand – Jeder Messebesucher ist durch sein Messeticket mit einem Badge ausgestattet und somit durch einen QR Code oder einen Barcode scanbar. Einfach und schnell- Soweit die Theorie.

Die Qualität der gescannten Leads unterscheidet sich dabei leider stark von den klassisch erfassten Leads durch Stift und Papier. Denn Badge Scanner bergen gleich unserer Erfahrung nach 3 Risiken.

Risiko 1: Fehlerhafte Kontaktdaten

Ein Problem welches häufig auftaucht, sind die fehlerhaften Informationen welche die QR- und Barcodes enthalten. Mal ganz ehrlich, haben Sie bei einer Online Anmeldung schonmal bei der Angabe Ihrer persönlichen Daten gemogelt? Dann sind Sie damit nicht alleine. Laut einer Studie der Firma Symantec (State of Privacy Report 2015), macht in Deutschland jeder Dritte aus Datenschutzgründen falsche Angaben bei Online Anmeldungen. Wird also bei der Online Registrierung für Ihre Messe geschummelt, hat das für Sie als Aussteller fatale Folgen. Im besten Fall werden generische Mailadressen und Telefonnummern angegeben und Sie müssen sich mit der Firmenzentrale auseinandersetzen. Im Worst Case sind die Daten frei erfunden und vollkommen nutzlos. Der teure und hart verdiente Messe-Lead ist verloren, weil Ihnen schlichtweg die Kontaktdaten fehlen.

Risiko 2: Keine Kontaktdaten bei fehlender Einwilligung

Das Thema Datenschutz stellt ebenfalls ein großes Problem dar. Willigt der Besucher bei der Anmeldung nicht ein, dass seine Daten an Dritte weitergegeben werden, bleibt Ihre Excel Liste mit Messekontakten leer. Wie die Studie State of Privacy Report 2015 gezeigt hat, ist mit 57% über die Hälfte der Europäer besorgt, wenn es um den Umgang mit den persönlichen Daten geht. An und für sich ein hervorragendes Ergebnis für den Datenschutz, allerdings nicht für Ihre Excel Liste. 

Risiko 3: Gespräche werden nicht richtig dokumentiert

Beim “klassischen” Scanner werden die Messetickets gescannt und das Marketing erhält am Ende der Messe eine Excel Liste mit den Besucherdaten. Dabei gehen vor allem die Inhalte der Verkaufsgespräche Ihrer Kollegen verloren, die sich während der Messe ins Zeug gelegt haben um bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen und neue zu knüpfen. Und letztlich bekommt jeder Lead dieselbe unpersönliche Follow Up Email. 

Fazit

Die Idee hinter dem Badge Scanning ist zwar super, allerdings macht der Datenschutz die Durchführung immer schwerer.  

Abhilfe schaffen hier vor allem Lösungen die auf Visitenkartenscannern basieren. Hier haben Sie garantiert den richtigen Ansprechpartner mit den entsprechenden Daten. 

Im Vergleich zum Messeticket hat der Ersteller der Visitenkarte ein Interesse daran, dass die dort enthaltenen Daten möglichst umfassend und korrekt sind – wenn man sich gezwungenermaßen (via Pflichtfeld)mit Daten für eine Veranstaltung registriert, ist das nicht der Fall.

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